Gummi oder Treue? Plakate zwischen Schutz und Moral

Das Kondom schützt vor Ansteckung: «Im Minimum e Gummi drum!» Dieser Slogan wurde 1987 zur Primetime gesendet und als Popsong verbreitet. Plakate riefen dazu auf, einen Virus zu bekämpfen, der Sexualität mit Tod, Lebensstil mit Moral und das Intimste mit der Gesellschaft verknüpfte. Die vom Bundesamt für Gesundheit 1987 lancierte Kampagne «Stop Aids« setzte Massstäbe, wie die öffentliche Schweiz mit dem HIV-Virus umging. Gemeinsam mit der Aids Hilfe Schweiz, die 2025 ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, entwickelten Agenturen eine eigenständige Bildwelt. Der Aufruf «Stop Aids» gab den Ton vor, wie Prävention gefördert werden sollte: nüchtern, nicht diskriminierend, mit einer Prise Ironie und bemüht, moralische Urteile zu vermeiden. Ganz gelang es nicht. Doch der Aufruf, das eigene Verhalten im Umgang mit Sexualität und Drogen anzupassen, half mit, die Verbreitung des Virus zu bremsen. Im Rückblick gilt die Stop Aids-Kampagne als stilbildend. Sie zeigt, wie wir alle zur Eigenverantwortlichkeit angehalten werden können. 


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Daten

Bis zum 07. September 2025

Veranstalter:in

Museum für Gestaltung Zürich

Das Museum für Gestaltung Zürich ist das führende Museum für Design und visuelle Kommunikation der Schweiz. Das Ausstellungsprogramm umfasst ein breites Spektrum an Themen und monografischen Positionen aus den Bereichen Industrie- und ...

Ort

Museum für Gestaltung Zürich, Ausstellungsstrasse

Ausstellungsstrasse 60
8005 Zürich

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Zugänglichkeit:

Infos Zugänglichkeit:

Für Informationen rund um Barrierefreiheit an der Ausstellungsstrasse steht Manuela Moor gerne zur Verfügung: +41 43 446 67 35, manuela.moor@zhdk.ch

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