Schauspielhaus Zürich

Fr, 15.10.2021 | 19:30 UHR
Schiffbau
Schiffbaustrasse 4 | Zürich

TICKET

Kurze Interviews mit fiesen Männern – 22 Arten der Einsamkeit

Nach David Foster Wallace / Inszenierung: Yana Ross

*** Inhaltliche Warnung: Diese Inszenierung enthält verbale Gewalt (Sexismus, Frauenfeindlichkeit, Vergewaltigung) und Live-Sex ***
Bitte beachten: Die Aufführung ist nur für Zuschauer*innen ab 18 Jahren zulässig. Es dürfen keine Fotos gemacht werden. Sie können die Aufführung jederzeit verlassen.

David Foster Wallaces Sprache in den Kurzen Interviews mit fiesen Männern eröffnet das Feld für Live-Sex und Mindfuck und trifft dabei auf eine harte Kernfrage: Wie weit können fiese Männer, kann toxische Männlichkeit gehen? Entmenschlichung, als grösste Tragödie der Menschheit verortet Wallace im Privaten, wo sie niemand sieht. Die schmerzlichen Erfahrungen sitzen tief. Von Scham zementiert, fehlt es an Sprache, die zu ihrer Überwindung taugt. Die Inszenierung von Yana Ross wagt es, die Katharsis mit Mitteln der Groteske herauszufordern.

 

Am 8. Oktober, 21:30 Uhr, findet eine Podiumsdiskussion statt. Moderiert von Laura Paetau (Dramaturgin), mit den Gäst*innen: Agota Lavoyer, Opferhilfeberaterin, Netzaktivistin und Expertin für sexualisierte Gewalt und Ilka Quindeau, Psychoanalytikerin und Soziologin. Die Gäst*innen werden noch durch eine politische Stimme ergänzt werden.

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Am 23. Oktober, 14:00 - 17:30 Uhr, findet der Workshop »Detox Masculinity« mit dem mannebüro züri statt. Das mannebüro züri setzt sich für die gleichen Rechte aller Geschlechter sowie für eine Gesellschaft ohne Gewalt ein. Max. 49 Personen mit 3G-Regel.

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Am 30. Oktober, 14:00 - 17:30 Uhr, der nächste Workshop »Nonviolent Communication« mit Empathie Stadt Zürich. Empathie Stadt Zürich ist ein Projekt für die Menschen von Zürich. Initiatorinnen Sonja Wolfensberger und Tanja Walliser engagieren sich fürs Zuhören und bieten der Einsamkeit einen Platz am Tisch. Max. 49 Personen mit 3G-Regel.

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«Yana Ross hat Schauspielertheater vom Klügsten geschafft. Sie hat die leichthin als Blut- und Hodentheater verschriebene Ahnung eines Skandals in eine Lektion Menschlichkeit umgemünzt.» (Aargauer Zeitung, 13.01.2021)

«Selten war Theater so verstörend - und damit so stark. Man fühlt sich ertappt, fragt sich: Was tun? Hinschauen oder wegschauen?» (NZZ am Sonntag, 12.09.2021)

«Der Perspektivenwechsel sorgt für Erkenntnis: Porno ist plötzlich Mittel zur Selbstreflexion statt abgestumpfter Konsum. Das ist ziemlich visionär. Und plötzlich fängt die Sache an, wirklich interessant zu werden.» (NZZ am Sonntag, 12.09.2021)

«Das Zusammenspiel von klassischen Schauspielern und den Porno-Akteuren läuft wie geschmiert. Schon nach einer Viertelstunde hat Katie Pears ihren ersten Auftritt – mit Text! Gleicht sie mit ihren glatt gebügelten Haaren und Tattoos ganz dem Klischee einer Erotik-Darstellerin, überrascht ihre Präsenz, die klare Stimme und totale Selbstsicherheit.» (Blick, 13.09.2021)

«Genialer Höhepunkt: Drei Männer sezieren die Probleme der Frauen. Lena Schwarz als Moderatorin sitzt dabei so breitbeinig da, wie es nur Männer können, und reibt sich lustvoll an allem, was sie nden kann: von der Balkonbrüstung bis zum riesigen Bison, der in dieser Cowboy-Wildwest-Umgebung direkt neben ihr steht. Sie ist das brünstige Wesen, während die Herren wie Softie-Abziehbilder daneben sitzen. Großartiger kann man Genderklischees nicht entlarven.» (nachtkritik, 11.09.2021)

«Und es macht Spass, wenn die Möchtegern-Machos als Älpermusikanten auftreten, Michael Neuenschwander den Kontrabass zupft, sie einen Countrysong über die Einsamkeit zum Besten geben oder einen Jodel nach Männerherzens Begehr.» (Tages Anzeiger, 12.09.2021)

«Ross’ Kostümbildnerin Zane Philstrom hat die Männer in pastellfarbige Cowboykostüme – rosa und helltürkis! – mit riesigen Hüten und überspitze Stiefel gesteckt: Sie sind die lächerlichsten Parodien des Western-Mythos, die man sich vorstellen kann.» (Badische Zeitung, 12.01.2021)

«Wenn das männliche Sendungsbewusstsein angeschlagen gärt und fault, bringt es offenbar eine toxische Sprache hervor, die weit anstössiger ist als das bisschen Live-Sex auf der Bühne.» (NZZ, 13.01.2021)

 

Einführung 30 Min vor der Aufführung am 13.09., 15.09., 16.09., 18.09., 30.09.,01.10., 06.10., 08.10., 09.10., 11.10., 14.10. und 15.10.

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Informationen

Besetzung / Künstler

Mit Ilknur Bahadir, Conny Dachs, Urs Peter Halter, Michael Neuenschwander, Katie Pears, Lena Schwarz, Julian Gresenz, Knut Jensen

Inszenierung: Yana Ross
Bühne: Karolien De Schepper / Christophe Engels
Kostüme: Zane Pihlstrom
Musik: Knut Jensen
Video: Algirdas Gradauskas
Licht: Christoph Kunz
Intimacy Coach: Kasia Szustow
Dramaturgie: Laura Paetau

Veranstaltungsort

Schiffbau


Im Jahr 2000 wurde der Schiffbau im Gebiet Escher-Wyss unverzichtbarer Bestandteil des Schauspielhauses. An drei Tür an Tür gelegenen Spielstätten werden regelmässig Vorstellungsserien angeboten: in der Halle mit 400 bis 600 Plätzen, in der Box mit bis zu 200 Plätzen sowie – unter der Verantwortung des Jungen Schauspielhauses – in der Matchbox mit 70 Plätzen. Seit seiner Umgestaltung 2009 lädt auch das grosszügige Foyer zum Sitzen und Verweilen ein.


Adresse:

Schiffbaustrasse 4
8005 Zürich
Empfang: +41 (0)44 258 70 70
Kasse: +41 (0)44 258 77 77
Theaterkasse theaterkasse@schauspielhaus.ch

Erreichbarkeit:

Öffentlicher Verkehr
Tram Nr. 4 oder Bus Nr. 33, 71, 72 bis «Schiffbau»
oder mit der S-Bahn bis «Hardbrücke»

Zugänglichkeit:

Sämtliche Bühnen sind barrierefrei zu erreichen. Gerne reservieren wir einen Rollstuhlplatz für Sie. Ein Anruf an der Theaterkasse unter +41 (0)44 258 77 77 genügt.

Gastroangebot:

Das LaSalle Restaurant & Bar ist Teil des architektonisch beeindruckenden Schiffbau-Areals. Es werden hauptsächlich Gerichte aus der französischen und italienischen Küche serviert. Der in ein Speiselokal und eine Bar mit Stammtisch gegliederte Raum bildet die Kulisse, in der das Tafeln vor und nach der Vorstellung täglich neu inszeniert wird. Die Schiffbau-Bar im Foyer hat von Montag bis Samstag von 17 bis 24 Uhr sowie an Vorstellungssonntagen von 18 bis 24 Uhr für Sie geöffnet!


Weitere Veranstaltungen

Der Besuch der alten Dame: Von: Friedrich Dürrenmatt / Inszenierung: Nicolas Stemann (Oktober, November)

Der Mensch erscheint im Holozän: Ein Visual Poem nach Max Frisch / Inszenierung: Alexander Giesche / / *** 3sat-Preisträger: 57. Berliner Theatertreffen *** / *** Nestroy-Preisträger: beste deutschsprachige Aufführung *** / *** Schweizer Theaterproduktion 2020 *** /   (Oktober)

Workshop: Detox Masculinity: Begleitende Veranstaltung zur Produktion / / Mit: mannebüro züri (Oktober)

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ZKO im PfauenDie Bremer Stadtmusikanten (Oktober)

The Köln Concert: Von: Trajal Harrell / Zur Musik von Keith Jarrett und Joni Mitchell / Verwendung nach Vereinbarung mit ECM Records (Oktober)

Goldene Maske: Preisverleihung (Oktober)

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Before the Sky Falls: Nach Macbeth von William Shakespeare unter Verwendung der Übersetzung von Angela Schanelec / Inszenierung: Christiane Jatahy (Oktober, November)

Workshop:Nonviolent Communication: Mit: Empathie Stadt Zürich (Oktober)

born to shine: Von Sebastian Nübling & Ives Thuwis-De Leeuw / Inszenierung: Sebastian Nübling, Ives Thuwis-De Leeuw / /   (November)

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ZKO im PfauenVon der Quelle bis zum Meer (Mai)