Culture Quickie for Scary Fans

Wer True Crime, «Schreckmümpfeli» und co. liebt, darf sich im Landesmuseum bei «Sagen aus den Alpen» nach Herzenslust gruseln.

Nackenhaare, die zu Berge stehen, ein leichtes Kribbeln im Magen und der Blick über die Schulter: Ist da nicht eben ein Schatten vorbeigehuscht? Wer es liebt, ab und an gegruselt zu werden, besucht die Ausstellung «Sagen aus den Alpen», die noch bis Ende April im Landesmuseum zu sehen ist. 

In zwei kleineren abgedunkelten Räumen des Hauses finden Fans des leichten Schauders die Geschichte der Schweizer Sagenwelt. Woher kommen die Erzählungen, wie wurden sie überliefert und welchen Einfluss hatten und haben sie bis heute? Und was haben Sagen mit Flurnamen zu tun? 

Für die verhältnismässig kleine Ausstellung benötigen Besuchende nicht all zu viel Zeit. Die Informationen an den Wänden sind schnell gelesen. Allerdings lohnt es sich, für die Hörstationen – jeweils in der Mitte beider Räume zu finden – genug Zeit mitzubringen. Dort lauschen Interessierte kurzen 2- bis 5-minütigen und unterschiedlich grusligen Sagen aus den Schweizer Bergkantonen. 

 

Highlights: 

  1. Hörstationen, an denen über 70 Sagen aus der Schweizer Alpenwelt zu hören sind
  2. die Möglichkeit, eigene Sagen wie in einem Podcast einzusprechen. Spätere Ausstellungsbesuchende können diese hören. Viele meiner Vorgänger:innen erzählen, sie hätten die Geschichte vom Onkel oder der Grossmutter gehört. Durch die Nähe zur Familie und den Einschlag ihrer jeweiligen Dialekte, werden die Geschichten noch realer.

 

Überraschend: 

  1. Dass das Apfelschuss-Motiv von Wilhelm Tell ursprünglich in einem ganz anderen Land erstmals erwähnt wird, dürfte überraschen. Mehr dazu erzählt die Ausstellung! 

 

Empfehlungen für noch mehr Grusel: 

Viele schöne Sagen finden in der Ausstellung leider keine Erwähnung oder werden nur kurz angeschnitten. Hier ein paar persönliche Tipps für noch mehr gruslige Stunden:

  1. Quatemberkinder
  2. Morteratsch, Diavolezza und der Munt Pers
  3. Die schwarze Spinne
  4. Schreckmümpfeli
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Published from Gretta Bott on January 26, 2023.

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