Semiotiken der Drecksaarbeit (c) Dorthea Tuch

Tanz-Highlights im Januar

Redaktion Sari Pamer
Redaktion Sari Pamer

Diese monatlich ausgewählten Highlights aus der Zürcher Tanzszene darfst du nicht verpassen.

Individuelle Zeitwahrnehmung

Warum scheinen unangenehme Ereignisse langsamer zu vergehen als erfreuliche? Gemeinsam mit vier weiteren Tänzer:innen erforscht Javier Rodrigues Cobos während der Residenz im Residenzzentrum tanz+ das Thema Time & Memory. Sie befassen sich mit Erinnerungen und untersuchen das Gedächtnis des Körpers, welches beim Tanzen und Erlernen einer Choreografie besonders interessant ist. Durch ihre Bewegungen beschleunigen oder verlangsamen sie das Geschehen und möchten beobachten, welche Gefühle sie den Zuschauenden vermitteln. Lasst euch von eurer persönlichen Zeitwahrnehmung überraschen.

SHOWCASE JAVIER RODRIGUEZ COBOS

Kurtheater Baden

SHOWCASE JAVIER RODRIGUEZ COBOS

Als Tänzer war Javier Rodriguez Cobos Mitglied mehrerer internationaler Tanzkompanien, unter anderem viele Jahre beim Ballett Theater Basel. Er hat mit ...

Wundertüte

Beim Inkubator 2023 in der roten Fabrik erhalten auch dieses Jahr etablierte Bühnenschaffende sowie Newcomer:innen aus allen Sparten die Möglichkeit, ein bühnenreifes Kurzstück von maximal zwölf Minuten zu zeigen. Mit sieben komplett unterschiedlichen künstlerischen Handschriften, Ansätzen und Statements wird die Plattform zur inspirierenden Wundertüte. Dieses Bühnenerlebnis in seiner wunderbaren Vielfalt solltet ihr auf keinen Fall verpassen!

Saubere Kulturinstitutionen

Wen interessiert es, wer die Papierkörbe im Theater leert oder die Toiletten des Museums putzt? Damit beschäftigen sich Nuray Demir und Minh Duc in Semiotiken der Drecksarbeit. Die Performer:innen beleuchten das Leben derer, die zur Drecksarbeit verdammt sind. Sie halten die Kulturinstitutionen sauber, doch ihr Leben spielt sich ausserhalb des Blickes der Gesellschaft ab. Die Performance greift eine wichtige Thematik auf, mit der sich alle, die ‹gerne ins Theater gehen›, befassen sollten.

Den Tatsachen ins Auge blicken

«Peace, love, unity and having fun», so heisst es im Breaking. Doch für wen? In B-Girl Battle wehren sich drei Tänzerinnen und sprechen über Sexismus, Normen und Ungerechtigkeit, die ihnen in der Breaking-Szene tagtäglich begegnen. Mit ihren Körpern formen sie Statements und knallen die Tatsachen auf den Boden. Wer wird mitgemeint und wer nicht? Ein Abend mit der strukturelle, vergeschlechtlichte Missstände thematisiert, deren Relevanz weit über die Breaking-Szene reicht.

FLUX CREW B-GIRL BATTLES

Theater am Gleis

FLUX CREW B-GIRL BATTLES

«Peace, love, unity and having fun» – so heisst es doch im Breaking, oder? Aber wer hat Freunde, wer ist Teil der Einheit? Wer wird mitgedacht und wer ...

Von Sari Pamer am 12. Januar 2023 veröffentlicht.

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